Goethe mischt sich ein

Johann Wolfgang von Goethe (Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de)

Johann Wolfgang von Goethe (Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de)

Fernwald, 1. August 2011 - „Der Tag der deutschen Sprache findet alljährlich am zweiten Wochenende im September statt.

Die VDS-Regionalgruppe Mittelhessen plant in diesem Jahr zwei Veranstaltungen aus diesem Anlass.“ Dies teilte der Regional-Vorsitzende Adolf Wallbott (Annerod) in der Vorstandssitzung im Bacchuskeller in Steinbach am Montag mit.

Am 8. September veranstaltet der VDS im Brauhaus „Alt Gießen“ unter dem Motto „Goethe mischt sich ein“ einen Abend mit Dr. Gerd Schrammen (Göttingen). Geplant ist neben einer Lesung aus seinem Buch „Ich spreche gern Deutsch“ auch ein fiktives Pressegespräch zwischen Goethe und dem VDS. Vorsitzender Wallbott erläuterte dazu, Goethe sei kein Sprachwissenschaftler oder Philologe gewesen. Er habe aber schon in jungen Jahren Grundkenntnisse in folgenden Fremdsprachen erworben: Griechisch, Lateinisch, Französisch, Italienisch und Englisch. Später seien noch Portugiesisch, Spanisch, die slawischen und andere Sprachen hinzugekommen. Goethe habe sich wiederholt zum Thema Sprache geäußert.

Insgesamt gebe es in Goethes Nachlass über 650 Textstellen zu diesem Thema. Davon entfielen ungefähr 200 auf die Briefe, 100 auf die Tagebücher, 80 auf die Gespräche und ebenso viele auf die wissenschaftlichen Schriften. Der Rest verteile sich auf die dichterischen Werke im eigentlichen Sinn.

Darunter seien die Aufsätze zur Literatur mit rund 60, die Gedichte mit 40, Dichtung und Wahrheit mit 30, die Annalen mit 20, die Sprüche, Maximen und Reflexionen mit 40 Belegen. Der fiktive Gedankenaustausch zwischen dem VDS und dem Geheimrat in Schrammens Buch greife einige Probleme auf. Er werde beweisen, dass Goethe in seinen Aussagen auch heute noch aktuell sei.

Die Veranstaltung beginnt im Brauhaus „Alt Gießen beginnt um 19.00 Uhr.

Für Samstag, den 10. September, plant der VDS, einen Informationsstand auf dem Marktplatz in Marburg. Geplant ist die Auszeichnung eines heimischen Betriebes, der sich um die Pflege der deutschen Sprache besonders verdient gemacht hat.

Die Vorstellung und Würdigung des Preisträgers sowie die Überreichung einer Ehren-Urkunde des VDS ist für 11.00 Uhr vorgesehen.

Kommentieren