Artikel-Schlagworte: „Sprachgebrauch“
Schämen sich die Deutschen für ihre Sprache?
Wird die durch Anglizismen verursachte Gefahr für unser Deutsch verharmlost? - Warum treiben Politiker und sogar Minister Schindluder mit der deutschen Sprache? Mit welchem Recht verlangen wir von Zuwanderern, die deutsche Sprachen erlernen zu müssen?
Mit diesen Fragen befasste sich der VDS-Vorstand in seiner jüngsten Sitzung in der Fernwaldhalle. Regionalvorsitzender Adolf Wallbott (Fernwald) gab dazu einen Rückblick auf Presseberichte und Veranstaltungen der vergangenen Woche. Diesen Beitrag weiterlesen »
Sprache-Verein auf Erfolgsspur
(rsl). “Der Verein Deutsche Sprache (VDS) ist mit seinen Aktivitäten weiterhin auf der Erfolgsspur”, erklärte der VDS-Regionalvorsitzende Adolf Wallbott in einer Vorstandssitzung in der Fernwaldhalle. Die vielseitige Anerkennung der Arbeit des VDS sei daran zu erkennen, dass die Öffentlichkeit verstärkt über das Thema “Gebrauch der Sprache” diskutiere und die Politik bereits erste Konsequenzen daraus gezogen habe. Wallbott nannte als Beispiele das Bundesverkehrsministerium, das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut, die Deutsche Bahn und die Initiative der Europaminister der Bundesländer.
Kein “Meeting” mehr
Der Vorstoß des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer richte sich gegen die Verwahrlosung der deutschen Sprache. Die Mitarbeiter des Ministeriums träfen sich nicht mehr zu einem “Meeting”, sondern zu einer Sitzung der Arbeitsgruppe, das “Travel Management” heiße jetzt wieder Reisestelle.
Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff, habe die Landesregierungen, die Kommunalverwaltungen sowie die Betriebe in öffentlicher Hand aufgefordert, nach dem erfreulichen Vorstoß von Verkehrsminister Peter Ramsauer in allen Behörden sowie in offiziellen Dokumenten Deutsch wieder generell als Umgangssprache zu gebrauchen. Es seien nicht nur ältere Menschen, die über das “Sprach-Kauderwelsch” bei öffentlichen Institutionen, auf Bahnhöfen, bei der Post und der Telekom verärgert seien.
Wallbott kritisierte in diesem Zusammenhang die böswillige Unterstellung, der Verkehrsminister habe “die englische Sprache in seinem Haus verboten.” Tatsächlich gehe es nur um den sorgfältigen Umgang mit den Sprachen.
Quelle : Lauterbacher Anzeiger vom 19.4.2010